West Coast to East Coast und zurück !
Als hätte man’s vorher sagen können. Kaum in Las Vegas angekommen bildeten sich auch ganz plötzlich und unverhofft tellergroße Löcher in unserm Kiesbeutel, sodass wir Sin City leider nach 4 Tagen wieder verlassen mussten um nicht nach einer Woche schon völlig abgebrannt da zu stehen.
Raus aus der Wüste und ab an den Strand nach Los Angeles, Venice Beach. Mitch Buchanan hatte leider gerade keine Schicht in Malibu. Warscheinlich war er grad ‘nen “Hamburger” essen. Nichts desto trotz kann man’s dort auch etwas länger aushalten… wenn man das entsprechende Kleingeld mit bringt, dass uns leider nicht mehr zur Verfügung stand! Ja und was macht man, wenn man keinen Kies mehr hat… so kam es wie es kommen musste und wir haben uns erstmal 2-3 Wochen, in dem kleinen californischen Bergdorf Twin Peaks, zünftig die Reisekasse aufgebessert.
Mit dem just verdienten Kies sind wir dann die nächsten 10 Tage quer durch die Vereinigten Staaten getourt. Los ging’s von San Francisco, waren leider keine Hippies mehr im Golden Gate Park aber man kann ja nicht immer alles haben. Weiter über Salt Lake City, dann am Colorado River entlang und quer durch die Rocky Mountains mit ‘nem kruzen Zwischenstopp in “High Society” Ski-Ort Aspen, wo aber im Sommer leider gar nichts los ist. Da war der Mount Rushmore schon eher seinen Besuch wert. Wir hatten zwar keine Steinmetze dabei, fanden’s aber trotzdem “awesome” oder “amazing”, wie der ein oder andere Amerikaner es stets in einer leicht überbetonten Art und Weise zu sagen pflegt. Es wäre mal wieder Zeit zum Baden dachten wir, als wir gerade am Mississippi entlang reisten. Nachdem wir jedoch die Schilder am Ufer, auf denen sämtliche Krankheiten aufgelistet sind, die man sich beim Baden holen kann, gründlich studiert hatten, war das Thema “waschen” auch wieder vom Tisch. Über Chicago ging’s weiter nach Cleveland Ohio, wo wir mal schnell der Verwandtschaft ‘nen Überraschungsbesuch abgestattet haben. Dann machte sich so langsam wieder ein alt bekanntes Problem bemerkbar… ja genau, die Teller großen Löcher im Kiesbeutel waren nicht akorat gestopft.
So mussten wir also unseren Weg zur East Coast, nach Plymouth bei Bosten, etwas schneller als uns lieb war zurück legen. Wir bewegten uns dann auch ziemlich schnell über Pocono Summit, Philadelphia und New York nach Plymouth. Plymouth, das ist der Ort, an dem die ersten englischen Siedler mit der Mayflower angelegt haben. Das waren auf jeden Fall mal geile 5000 Milen. Aber von nichts kommt nichts und wir wollten ja schließlich nochmal fast die gleiche Strecke, diesmal von Ost nach West, durch Canada zurück legen.
Nach 6 Wochen Arbeit und und ‘n paar Bier später hatten wir dann genug von der East Coast und es ging dann zu den Niagara Fällen und von dort auch über die canadische Grenze. Canada is auf jeden Fall ‘n Land für Pfadfinder, Angler, Jäger oder “Naturfreunde”. Man sieht auf in 3000 Milen viel Wald… sehr viel Wald und ab und zu mal ‘nen See oder vielleicht sogar ein Dorf. Die Great Lakes und die Canadian Rocky Mountains sind auf jeden Fall ‘ ne Reise Wert. Um letzteres zu erkunden bleibt jedenfalls noch genügend Zeit, denn die nächsten 2 Monate werden wir hier im Westen Canadas verbringen und wenn wir Glück haben nehmen wir noch was von der Ski-Saison mit. So genügend Lob für’s Land, irgendwelche Nachteile gibt’s ja immer…. die Bierpreise. Ein Grund mehr um sich auf Deutschland zu freuen. So weit so gut …. bis die Tage, ich komm wieder keine Frage und setzt schon mal den Glühwein auf !
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