Heimkehr

geschrieben von Christoph am 15. August 2009

Kurz nach seiner Heimkehr ist Joggl ist schon wieder unterwegs um Hansuele Guyer und Oliver Grudzeo nach Hause zu bringen. Leider hatte er keine Zeit einen Artikel zu schreiben, ich reiche aber schon mal Bilder zum letzten Wochenende nach.

Sobald Joggl wieder da ist, wird er bestimmt Zeit finden um ein paar letzte Worte zu seiner Wanderschaft zu schreiben ;) .

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West Coast to East Coast und zurück !

geschrieben von Joggl am 23. September 2008

Als hätte man’s vorher sagen können. Kaum in Las Vegas angekommen bildeten sich auch ganz plötzlich und unverhofft tellergroße Löcher in unserm Kiesbeutel, sodass wir Sin City leider nach 4 Tagen wieder verlassen mussten um nicht nach einer Woche schon völlig abgebrannt da zu stehen.

Raus aus der Wüste und ab an den Strand nach Los Angeles, Venice Beach. Mitch Buchanan hatte leider gerade keine Schicht in Malibu. Warscheinlich war er grad ‘nen “Hamburger” essen. Nichts desto trotz kann man’s dort auch etwas länger aushalten… wenn man das entsprechende Kleingeld mit bringt, dass uns leider nicht mehr zur Verfügung stand! Ja und was macht man, wenn man keinen Kies mehr hat… so kam es wie es kommen musste und wir haben uns erstmal 2-3 Wochen, in dem kleinen californischen Bergdorf Twin Peaks, zünftig die Reisekasse aufgebessert.

Mit dem just verdienten Kies sind wir dann die nächsten 10 Tage quer durch die Vereinigten Staaten getourt. Los ging’s von San Francisco, waren leider keine Hippies mehr im Golden Gate Park aber man kann ja nicht immer alles haben. Weiter über Salt Lake City, dann am Colorado River entlang und quer durch die Rocky Mountains mit ‘nem kruzen Zwischenstopp in “High Society” Ski-Ort Aspen, wo aber im Sommer leider gar nichts los ist. Da war der Mount Rushmore schon eher seinen Besuch wert. Wir hatten zwar keine Steinmetze dabei, fanden’s aber trotzdem “awesome” oder “amazing”, wie der ein oder andere Amerikaner es stets in einer leicht überbetonten Art und Weise zu sagen pflegt. Es wäre mal wieder Zeit zum Baden dachten wir, als wir gerade am Mississippi entlang reisten. Nachdem wir jedoch die Schilder am Ufer, auf denen sämtliche Krankheiten aufgelistet sind, die man sich beim Baden holen kann, gründlich studiert hatten, war das Thema “waschen” auch wieder vom Tisch. Über Chicago ging’s weiter nach Cleveland Ohio, wo wir mal schnell der Verwandtschaft ‘nen Überraschungsbesuch abgestattet haben. Dann machte sich so langsam wieder ein alt bekanntes Problem bemerkbar… ja genau, die Teller großen Löcher im Kiesbeutel waren nicht akorat gestopft.

So mussten wir also unseren Weg zur East Coast, nach Plymouth bei Bosten, etwas schneller als uns lieb war zurück legen. Wir bewegten uns dann auch ziemlich schnell über Pocono Summit, Philadelphia und New York nach Plymouth. Plymouth, das ist der Ort, an dem die ersten englischen Siedler mit der Mayflower angelegt haben. Das waren auf jeden Fall mal geile 5000 Milen. Aber von nichts kommt nichts und wir wollten ja schließlich nochmal fast die gleiche Strecke, diesmal von Ost nach West, durch Canada zurück legen.

Nach 6 Wochen Arbeit und und ‘n paar Bier später hatten wir dann genug von der East Coast und es ging dann zu den Niagara Fällen und von dort auch über die canadische Grenze. Canada is auf jeden Fall ‘n Land für Pfadfinder, Angler, Jäger oder “Naturfreunde”. Man sieht auf  in 3000 Milen viel Wald… sehr viel Wald und ab und zu mal ‘nen See oder vielleicht sogar ein Dorf. Die Great Lakes und die Canadian Rocky Mountains sind auf jeden Fall ‘ ne Reise Wert. Um letzteres zu erkunden bleibt jedenfalls noch genügend Zeit, denn die nächsten 2 Monate werden wir hier im Westen Canadas verbringen und wenn wir Glück haben nehmen wir noch was von der Ski-Saison mit. So genügend Lob für’s Land, irgendwelche Nachteile gibt’s ja immer…. die Bierpreise. Ein Grund mehr um sich auf Deutschland zu freuen. So weit so gut …. bis die Tage, ich komm wieder keine Frage und setzt schon mal den Glühwein auf !

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Traveling Tradesman

geschrieben von Christoph am 22. August 2008

Hier mal wieder ein neuer Artikel aus dem Weblog des Schweizer Konsulats in Boston, also aktuell und sogar mit Foto. Der Beitrag ist auf Englisch, also zur Not nehmt einen Übersetzer zur Hand ;)

Traveling Tradesman

“Auf der Walz” or “Auf Wanderschaft” is a German expression that means traveling on the job. It is a centuries-old custom that was started by the Craftsmen Guilds of Europe, around the Middle Ages, and is still practiced there. A young man could enter the apprenticeship of a stonemason, carpenter, roofer or furniture-maker under the supervision of a master of his chosen craft, performing at first menial work for very little money.

This Monday four young and strong Tradesman from Switzerland and Germany visited us.

Each year his responsibilities increase and if he proves himself trustworthy his wages are increased. When his three-year apprenticeship is up, he is considered a fellow (Geselle) after he’s taken a final exam. Then these young men and women are encouraged to go “Auf der Walz” if they want to take their learned craft and become a master.

Jan Zimmermann In the past it was required to travel before becoming a master. Now it is voluntary and a matter of honor. The fellow, however, still has to be under the age of thirty and single and have accumulated no debt.

The decision to undertake this journey requires the fellow to remain outside a 50 km radius of his home. Once he acquired his craft after three years of apprenticeship, he will journey for two years and one day (in the past it was three to six years and one day), and can travel wherever he wants to including other European countries. Sometimes they will travel as far as Russia or Malaysia.

He will leave with only the bare necessities, literally packing only a bundle. He cannot return home until his journey is complete (with the exception of illness or death). His entire possessions consist of his craftsman’s clothes (Zunft Kluft) and tools.

Most outfits for guilds are in black and white and adhere to strict dress codes. A proper outfit will be his black long pants, black shoes or boots, a white collarless shirt, and a velvet or corduroy vest with eight buttons (symbolizing an eight-hour work day). There’s a colored scarf or tie that is pinned to the collar identifying his craft, sometimes necklaces that show the emblems of cities in which he worked, and a spiral walking-stick called Stenz that the fellow himself made. Last but not least his black wide-brimmed hat.

Der Artikel stammt von http://www.swissnexboston.org/activities/weblog/wanderschaft

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Heute hier, morgen dort

geschrieben von Christoph am 05. August 2008

Hier noch ein Artikel, der in dem Magazin “Andere Zeiten – Magazin zum Kirchenjahr” erschienen ist. Den hatte ich ganz vergessen online zu stellen.

Urheber des Fotos: Boris Rostami Heute hier, morgen dort

Sie sind trinkfest, sagen in der Eckkneipe alte Sprüche auf und wecken die Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit: Wandernde Gesellen. Ihren unverwechselbaren Hut nehmen sie tagsüber nur in der Kirche und Küche ab – aus Ehrfurcht vor Gott und der Schöpfung.

Urheber des Fotos: Boris Rostami Johannes Schaff weicht unwillkürlich zurück, als sich die Hand der Journalistin seiner Schnlipsnadel nähert, um sie in Augenschein zu nehmen. Seine Kameraden lachen, und der 24-Jährige entspannt sich wieder. “Anfassen ist eigentlich nicht erlaubt”, sagt er dann nachsichtig, weil er es ja nur mit einem Kuhkopp zu tun hat. So nennt er die, die keine Ahnung haben von seiner Lebensweise. Gucken halt wie die Kühe auf der Weide, wenn wir vorbeigehen.”

Kein Wunder, Johannes Schaff, Dominik Theiler und Alex Sarnow sind Blickfänger in ihrer Kluft: Schlaghose, Weste mit acht schimmernden Perlmuttknöpfen, Jackett, alles aus schwarzem Manchestercord, schwarzer Hut, links ein Ohrring, ein Bündel geschultert, in der Hand ein Wanderstab. Die drei sind Handwerksgesellen auf der Walz. Der Hut ist quasi angewachsen, er wird nur abgenommen zum Essen, zum Schlafen und in der Kirche. Auch die Kluft ist obligatorisch. Heute ist Sonntag, da ist die gute zum Ausgehen dran. Das Kostbarste jedoch ist der Schlips, den hüten die Mäner wie ihren Augapfel. ein Band aus Rips, im ersten Knopf des kragelosen weißen Hemds eingebunden, versehen mit der goldenen Handwerksnadel des jeweiligen Bauberufs. Die Bänder von Johannes, Alex und Dominik sind blau, weil sie Rolandsbrüder sind. Sie fühlen sich einer langen Tradition verpflichtet. Denn den Rolandsschacht gibt es nunmehr seit 117 Jahren. Er gehört zum europäischen Dachverband der Gesellenzünfte. Weiterlesen »

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Sechs Zimmerer auf der Walz in Pöchlarn

geschrieben von Christoph am 28. Juli 2008

Joggl hat mir noch einen Zeitungsartikel zukommen lassen, den wollte er euch nicht vorenthalten.

Sechs Zimmerer auf der Walz in Pöchlarn

Gruppenfoto

Alter Brauch wird durch vier deutsche und zwei Schweizer Zimmerleute am Leben erhalten.

Pöchlarn – Ein Handwerksbrauch aus dem späten 19. Jahrhundert erlebte in Pöchlarn seine Auffrischung. Sechs Zimmerer aus Deutschland und der Schweiz, alle Angehörige der Handwerksbruderschaft „Der Rolandschacht“ besuchten auf ihrer Walz die Nibelungenstadt Pöchlarn. Leider dauerte der Besuch nur bis zum nächsten Morgen, denn die Zimmerer setzten ihre Reise in Richtung Schwarzes Meer fort. Zwei waren mit einem Kanu auf der Donau, die restlichen Vier mit Fahrrädern unterwegs. Weiterlesen »

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